03/2020

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren

 

Wie lässt man ein Jahr wie dieses ausklingen? Das Jahr 2020 war und ist geprägt von selten da gewesenen Veränderungen, Einschränkungen bis hin zu Lockdowns. Wir alle haben uns an das Maskentragen gewöhnt, wir können Homeoffice und ein mehrmals tägliches Händewaschen ist zur Routine geworden. Anlässe im Sport-, Kunst- und Kulturbereich, die Basler Fasnacht, der Weihnachtsmarkt, Wirtschaftsforen und vieles mehr sind abgesagt worden. Die Folgen für die Wirtschaft und damit verbunden für den Arbeitsmarkt sind noch in keiner Weise absehbar. Viele begleiten Sorgen, wie wird die Zukunft, wie wird 2021?

 

Wahrscheinlich wird in Kürze ein wirksamer Impfstoff vorhanden sein. Einige haben sich - vielleicht gezwungenermassen - von veralteten Strukturen getrennt und sehen in der Krise auch viele Chancen. Wir haben eine grosse Solidarität im vergangenen Jahr erlebt, lassen Sie uns doch da, wo es nötig ist, daran festhalten.

 

Bei metrobasel haben wir die Anlässe-freie Zeit genutzt, um uns bereits mit der Planung und Organisation der Veranstaltungen 2021 zu befassen und insbesondere um unser Projekt „metrobasel digital“ voranzutreiben.

 

Wir freuen uns, wenn wir Sie im nächsten Jahr wieder persönlich treffen und den Gedankenaustausch pflegen können, selbstredend mit den entsprechenden Schutzkonzepten.    

 

Mit besten Wünschen für besinnliche Weihnachten und ein gesundes Neues Jahr 2021,

Ihr metrobasel-Team

 


 

Jahresthematik 2020: "Soziale Kohäsion - was hält unsere Region im Kern zusammen?"  

 

Die Corona Pandemie unterstreicht die Wichtigkeit des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und speziell des sozialen Zusammenhalts eindrücklich.

metrobasel beschäftigt sich deshalb mit der Frage, wie sozialpolitische und demographische Entwicklungen antizipiert werden können, damit der Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft sowie zwischen Gesellschaft, Wirtschaft und Politik - unabdingbar für eine funktionierende Schweiz - gewährleistet bleibt.

 

Die durch die Pandemie ausgelösten Verunsicherungen bis hin zu Ängsten sind ein gefährlicher Ratgeber, denn sie nähren den Boden für Ideologien und gefährden damit die nicht nur für die Demokratie, sondern auch den sozialen Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft.

 

Das Lausanner Institute of Management Developement, welches das jährliche World Competitive Ranking herausgibt, definiert die Regeln der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit nämlich so simpel wie überraschend: „produzieren, diversifizieren, exportieren, in die Infrastruktur investieren, bilden, diszipliniert haushalten und am wichtigsten: den sozialen Zusammenhalt im Auge behalten.“


Der wirtschaftliche Schaden in diesem Jahr ist bereits enorm und er wird voraussichtlich weiter zunehmen. Die tatsächlichen Auswirkungen und Konsequenzen werden wohl erst im kommenden Jahr schonungslos aufgezeigt.

 

Deshalb werden wir das Thema „soziale Kohäsion“ ausführlich im November 2021 an unserem beliebten BEF Basel Economic Forum aufnehmen und mit Experten diskutieren.

 

Schon jetzt hat sich unser Vorstandsmitglied, Dr. Beat von Wartburg, dazu Gedanken gemacht. 

 

 


 

Dr. Beat von Wartburg, Direktor CMS und Vorstandsmitglied metrobasel zur sozialen Kohäsion.

 

 

Wir befinden uns in einer grossen Verunsicherung, viele Menschen machen sich Sorgen, sei es zu gesundheitlichen oder zu wirtschaftlichen bis hin zu existenziellen Aspekten. 

Wie wichtig ist da der Zusammenhalt innerhalb einer Gesellschaft?

 

Der soziale Zusammenhalt ist grundsätzlich wichtig - in der jetzigen Krise aber erst recht. Die Fragmentierung und Individualisierung der Gesellschaft, aber auch die puren Existenzängste zahlreicher Menschen strapazieren die soziale Kohäsion. Menschen können dadurch an den Rand gedrängt werden, durch die Maschen des sozialen Netzes fallen, verarmen und vereinsamen. Bisher genutzte Begegnungsorte und Austauschmöglichkeiten mit anderen Menschen fallen weg oder sind infolge der Corona-Krise stark eingeschränkt. Die Folge ist ein Rückzug in die eigenen vier Wände. Neben finanziellen Sorgen beeinträchtigt das Fehlen sozialer Kontakte und Miteinander unmittelbar die physische und psychische Gesundheit. Viele Menschen geraten durch das Social Distancing aus dem Blick oder sind in Alters- und Pflegeheimen oder Spitälern isoliert.

 

 

Zurzeit macht sich eine gewissen Müdigkeit bei der Einhaltung der Corona-Vorgaben breit. Gleichzeitig verhärten sich die Fronten im politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld.

Wie gelingt es uns, in einem solchen Umfeld eine Vertrauensbasis und eine erlebte Solidarität aufrecht zu erhalten?  

 

Sie sagen es richtig: Es braucht emotionale, soziale und materielle Solidarität und es braucht Aufklärung, einen rationalen Umgang mit der Bedrohung und eine faktenbasierte Berichterstattung durch die Medien. Und es braucht auch konkrete Hilfestellungen wie das Wohlbefinden der Bevölkerung in dieser Krise gestärkt werden kann, damit die psychische Gesundheit von Kindern und Erwachsenen nicht leidet. Hier ist nicht nur die Politik gefragt, sondern die ganze Gesellschaft darf sie, die in Not Geratenen nicht mit ihrem Schicksal allein lassen. Es braucht Unterstützung auf allen Ebenen: Eine sinnvolle finanzielle für die Wirtschaft, Unterstützungsmassnahmen im Sozialbereich und es braucht das zivilgesellschaftliche Engagement von Stiftungen, Hilfswerken und von uns allen, auch im Privaten.

 

 

Wie erleben Sie in Ihrem Umfeld die soziale Kohäsion und können Sie zuversichtlich in die Zukunft schauen, dass die momentane Krise nicht zu noch mehr Egoismen führt?  

 

In der ersten Welle der Corona-Krise war eine vielfältig gelebte Solidarität zu beobachten und auch ein kreativer Umgang mit der neuen Situation. Jetzt in der zweiten Welle verhärten sich die Positionen und Antagonismen Bei einigen macht sich eine lähmende Ohnmacht breit. Bei anderen entzündet sich rasch ein Streit über die Massnahmen im Umgang mit Corona. Aber ich bin immer noch zuversichtlich, dass unsere Gesellschaft die Fähigkeit zur Empathie, die Bereitschaft zu helfen, das persönliche Engagement und die zwischenmenschliche Fürsorge nicht verlernt hat, sondern im Gegenteil neu entdeckt.

 

 

 

 

 

 



Regierungsrat und Regierungspräsidium - Basel hat gewählt:

 

 

Wir gratulieren allen Regierungsrätinnen und Regierungsräten herzlich zu ihrer Wahl. Wir sind überzeugt, dass es ihnen in diesen speziellen, durch Corona geprägten Zeiten gelingt, innerhalb eines gut funktionierenden Regierungsteams wegweisende und zukunftsfähige Entscheid zu fällen.

 

Conradin Cramer                     Erziehungsdepartement

Lukas Engelberger                  Gesundheitsdepartement

Stephanie Eymann                  Justiz- und Sicherheitsdepartement

Beat Jans                               Präsidialdepartement

Esther Keller                           Bau- und Verkehrsdepartement

Tanja Soland                           Finanzdepartement

Kaspar Sutter                         WSU

  



  

 

metrobasel digital NEWS

 

An dieser Stelle werden wir neu in jedem Newsmail über das Projekt metrobasel digital (mbd) berichten. Wir werden Sie zu den Inhalten und Applikationen dieser Webplattform informieren und  unsere Partner, zu Wort kommen lassen.

 

Zusammen mit metrobasel arbeiten die Umsetzungspartner Jermann Ingenieure Ingenieure + Geometer AG, die Universitätsbibliothek Basel, Drees & Sommer AG, Trivadis AG, die FHNW Muttenz und Basel, die Stadtentwicklung Basel-Stadt, sowie das Departement Mathematik und Informatik der Universität Basel, zurzeit mit Hochdruck an der Datenaufbereitung, der Programmierung und an verschiedenen Applikationen. Erste Prototypen, welche die technische Machbarkeit prüfen, wurden bereits erstellt. Somit ist das Projekt auf gutem Weg, um die nächsten Schritte im kommenden Jahr zu bewältigen.

 

 

 

 

Einer dieser ersten Prototypen – und somit eine Momentaufnahme aus dem Arbeitsprozess – ist die Übersicht der verschiedener Transformationsareale, wie zum Beispiel das Dreispitz- oder das Klybeckareal. Auf einen Blick kann man die Areale auf der Karte sehen und zusätzlich aus einem Steckbrief wichtige Informationen dazu entnehmen. Zudem wird ein von der Stadtentwicklung und metrobasel betriebener «Newsblog» über Aktuelles aus der Region berichten und als Plattform für den interaktiven Meinungsaustausch dienen. 

 

 



  metrobasel Ausblick und Termine 2021

 

  • mb newsletter 1/2021 mit Lukas Ott, Leiter Kantons- und Stadtentwicklung und mb Vorstandsmitglied zum Thema „Quo Vadis Stadtentwicklung“

 

  • Coming soon: unsere neue metrobasel WEB-Seite ist im Entstehen

 

  • Generalversammlung                   im späten Frühjahr 2021                              
  • Sommeranlass                             August/September 2021
  • BEF                                             November 2021
  • Dezentrale Wirtschaftsforen          während des ganzen Jahres

 

Die Veranstaltungen werden wir Anfang 2021 veröffentlichen.


 

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Wenn Sie Interesse an der Tätigkeit oder den Studien von metrobasel haben, uns als Mitglied unterstützen und an unseren Anlässen teilnehmen möchten, kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail an info@metrobasel.org oder per Telefon unter 061 272 11 44.

 

Sehr gerne senden wir Ihnen weitergehende Informationen zu. Das Beteiligungsformular, unsere Statuten und Reglemente finden Sie hier.

 

Wir danken all unseren Partnern und Mitgliedern für die Unterstützung, welche die Projekte, Studien und Anlässe von metrobasel ermöglichen.