05/2015

 

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Rückblick zum BEF Basel Economic Forum vom
23. November 2015 -
«Wie bleiben unsere Unternehmen wettbewerbsfähig?
»

 

Das Basel Economic Forum, kurz BEF, ist das Wirtschaftsforum für die Metropolitanregion Basel. Es wurde vom Think Tank metrobasel initiiert und erstmals 2014 veranstaltet. Das zweite BEF vom 23. November 2015 befasste sich mit der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Entscheidungsträger äusserten sich zu aktuellen Herausforderungen und möglichen Lösungsansätzen.


Das BEF Basel Economic Forum 2015 widmete sich aktuellen Themen, welche die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen belasten, wie die Auswirkungen der Frankenstärke, die durch die ungeklärte Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative MEI entstandene Rechtsunsicherheit für Unternehmen, laufend neue, teilweise unnötige Regulierungen und die Unternehmenssteuerreform III.

 

In ihrer Einführungsrede ging Regula Ruetz, Direktorin von metrobasel, auf die aktuellen Herausforderungen für die Wirtschaft ein und äusserte sich zu einigen der gravierendsten Konsequenzen: Verlust von Tausenden von Stellen in der exportorientierten Industrie, dem Tourismus und dem Detailhandel; Verlagerungen von Produktionsabteilungen ins Ausland; Umsatzeinbussen in Milliardenhöhe durch den Massen-Einkaufstourismus. Barbara Gutzwiller, Direktorin des Arbeitgeberverbands Basel, erläuterte, was unter «Wettbewerbsfähigkeit» zu verstehen ist: «Unternehmen sind dann wettbewerbsfähig, wenn sie im Vergleich zu anderen Anbietern ihre Produkte oder Dienstleistungen entweder besonders günstig oder qualitativ besonders gut herstellen können.». Es existiere somit ein Wettbewerb über den Preis, die Leistungsfähigkeit und die Qualität.

 

In seiner Grussbotschaft ging Regierungsrat Christoph Brutschin auf die Bildung ein. Die Universität sei für die Region ein wichtiger Standortfaktor. «Die Regierung unternimmt alles, damit unsere Universität weiterhin geordnet arbeiten kann und eine wichtige Institution in unserer Region bleibt.» Ein zweites Problemfeld, das Brutschin erwähnte (und das in der Folge mehrfach zur Sprache kam), war der schwache Euro.

 

Prof. Dr. Rolf Weder, Professor für Aussenwirtschaft und Europäische Integration, äusserte sich in seinem Referat zur Wettbewerbsfähigkeit von Regionen. Letztlich gehe es darum, sowohl eine hohe Standortattraktivität wie auch eine hohe Produktivität vorweisen zu können. Im kurzen Interviewformat «nachgeforscht» diskutierte der Ökonom, Prof. Dr. Urs Müller, Präsident des Schweizerischen Kantonalbankenverbandes, mit Rolf Weder die Zusammenhänge zwischen Produktivität und Standort-Attraktivität.

 

Nein, eine «Lex Basel» sei die derzeit laufende Unternehmenssteuerreform III (kurz: USR III) nicht, sagte Adrian Hug, Direktor der Eidgenössischen Steuerverwaltung. Basel habe sich aber in der Diskussion um die USR III sehr gut eingebracht. Der früheste Zeitpunkt für das Inkrafttreten der USR III könne 2017 sein. Danach wird den Kantonen eine Frist von zwei Jahren bleiben, um ihre kantonalen Steuergesetze anzupassen.

 

Dr. Marco Salvi, Ökonom beim Think Tank Avenir Suisse stellte fest: «Wir werden aus einem Steuerparadies vertrieben» – man könnte auch sagen: Das Steuerparadies wird aus der Schweiz vertrieben. Dennoch: Die Besteuerung in der Schweiz bleibe aus Sicht der Ökonomen insgesamt wegen derniedrigen Konsumsteuer attraktiv.

 

Breakout Session - Diskussionspanel

Auf dem Podium unter der Leitung von Dr. Peter Herrmann, Group Compliance Officer Actelion diskutierten Prof. Dr. Rolf Weder, Adrian Hug und Dr. Marco Salvi die Frage «Wie bleiben unsere Unternehmen wettbewerbsfähig - was kann die Wirtschaft tun und was die Politik beitragen?»

 

Dr. Felix Brill, CEO von Wellershoff & Partners Ltd., referierte zu «Die Schweizer Wirtschaft zwischen Stabilität und Wandel»: Nach der Freigabe des Eurokurses sei voreilig die Krise ausgerufen worden. Statt in die Knie zu gehen, habe sich die Schweizer Wirtschaft einmal mehr als ausgesprochen widerstandsfähig und robust erwiesen.

 

Peter Dietrich, Direktor vom Verband Swissmem, welcher rund 1‘000 Mitgliedsfirmen vertritt, beschrieb die Herausforderungen, welche aufgrund der Währungssituation in der Maschinen- und Elektrobranche entstanden sind und teilweise noch bevorstehen. Was kann die Politik in dieser Situation machen? Gute Rahmenbedingungen schaffen.

 

In seinem Referat «Wie besteht Coop im herausforderungsreichen Wettbewerbsumfeld?» ging Reto Conrad, Coop-Finanzchef und Schweizer CFO des Jahres 2011, zuerst auf die Situation des Detailhandels ein. Es sei schon gravierend, in welchen Dimensionen der Einkaufstourismus wachse. Gleichwohl investiere Coop, beispielsweise in das Logistikzentrum Jegenstorf oder in den neuen Produktionsstandort in Pratteln.

 

Dr. Stephan Mumenthaler, Head Economic & Swiss Public Affairs Novartis zeigte auf, welche Rahmenbedingungen und Standortfaktoren für die Pharmaindustrie besonders wichtig sind. Als drei der entscheidenden Bedingungen nannte er die Verfügbarkeit von (hoch-)qualifizierten Fachkräften, die Innovationsfähigkeit sowie eine nicht wettbewerbsbehindernde Regulierung.

 

Thomas B. Cueni, Generalsekretär des Verbandes Interpharma, stellte im «nachgeforscht» den Referenten interessante Fragen, welche von hoher Sachkenntnis zur Thematik zeugten. Von Dietrich wollte er beispielsweise wissen,  wie er sich zum Freihandelsabkommen mit den USA stelle. Im Gespräch mit Mumenthaler ging er auf die steuerlichen Aspekte  der aktuellen Übernahme von Allergan durch Pfizer ein.

 

Zu «Energie als Wettbewerbsfaktor» meinte Dr. Suzanne Thoma, CEO der BKW:  «Energie ist weltweit ein unglaublicher Wachstumstreiber und lukrativ. Die Wettbewerbssituation kann sich verbessern, wenn Lösungen angeboten werden, die es erlauben, Energie effizienter zu nutzen.» Die Energiebranche brauche aber Rechtssicherheit, um langfristig investieren zu können. Thoma sieht für die Energiebranche eine Lösung bei der Energieeffizienz.

 

Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer, heutige Präsidentin Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK), setzte mit Ihrem Referat «Die Politik als Wegbegleiterin oder Bremserin der Wettbewerbsfähigkeit?» einen Schluss- und Kontrapunkt. «Wir wurden gerade in der vergangenen Legislatur in der WAK stark von aktuellen Problemen um den Finanzplatz und vom Ausland getrieben», sagte sie. «Da kamen die notwendigen Reformen für den Werkplatz, für die Industrie zu kurz.»

 

Das abschliessende Podium unter der Leitung von Olivia Kühni sorgte nochmals für richtigen Schwung. Es diskutierten Dr. Felix Brill, Peter Dietrich, Dr. Suzanne Thoma, Reto Conrad, Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer und Jürg Erismann, Leiter Standort Roche Basel/Kaiseraugst. Für Jürg Erismann sind qualifizierte Mitarbeiter das A und O: «Wir sind darauf angewiesen, dass wir diese auch im Ausland rekrutieren können.»

 

Hinweis: Die ausführlichen Berichte zu den einzelnen Referaten, den Diskussionen und zum Anlass können Sie im «metrobasel report 2015» nachlesen. Dieser wird Ende Dezember an über 300‘000 Haushaltungen der Region verteilt. Zudem finden Sie den report online auf Deutsch und Französisch.


Fotos des BEF 2015, Interviews mit Experten sowie Presseberichte finden Sie unter den jeweiligen Links.

 

 

Neuer Partner von metrobasel: Bönzli+Feuz IT, Basel

Bönzli+Feuz IT ist ein junges Informatikunternehmen aus Basel, welches seit seiner Gründung im Jahr 2013 umfassende IT-Dienstleistungen für kleine und mittlere Unternehmen aus der Region anbietet.

 

Mit unseren drei Kernkompetenzen IT-Services, Webdesign und Managed IT sind wir breit aufgestellt und können unsere Kunden in sämtlichen zentralen Bereichen der Informatik unterstützen. Wir entwickeln unkomplizierte und individuelle IT-Lösungen, die genau zu den jeweiligen Bedürfnissen und Vorstellungen passen und führen Projekte mit viel Know-How und Leidenschaft gemeinsam zum Erfolg.

 

Als regionales Unternehmen ist uns die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Basel ein wichtiges Anliegen. metrobasel fördert den Austausch, sorgt für fruchtbare Vernetzungen und setzt sich für eine attraktive, innovative und wettbewerbsfähige Metropolitanregion ein. Deshalb unterstützen wir metrobasel als IT-Partner und als Mitglied.

 

 

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Wir danken all unseren Partnern und Mitgliedern für die Unterstützung, welche die Projekte, Studien und Anlässe von metrobasel ermöglichen.

 

 

metrobasel wünscht frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr

 

     

Wir danken all unseren Partnern und Mitgliedern für die Unterstützung, welche die Projekte, Studien und Anlässe von metrobasel ermöglichen.

 

Wir danken Ihnen herzlich für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen, dass Sie uns im vergangenen Jahr entgegen gebracht haben. Wir freuen uns, unser Engagement gemeinsam mit Ihnen auch im kommenden Jahr erfolgreich weiterzuführen.

 

Wir wünschen Ihnen ein frohes und geruhsames Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Lieben sowie beglückende Momente, Gesundheit, viel Freude und Zufriedenheit im kommenden Jahr.

 

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