02/2018

Themen in dieser Newsmail

 

 

 

«Wie sollen Städte zukunftsfähig entwickelt werden?»

 

Welche Anforderungen werden an den Raum von heute und morgen gestellt? Was bedeutet dies für die Entwicklung und Planung von Transformationsarealen wie beispielsweise das Dreispitz, das Lysbüchel, das Klybeckareal oder andere Stadtquartiere? Wie soll verdichtet werden und wie können unterschiedliche Ansprüche an den Raum berücksichtigt werden?

 

Erfahren Sie mehr dazu im Interview von metrobasel mit Dr. Beat von Wartburg, Direktor der Christoph Merian Stiftung, und Samuel Schultze, CEO von Buckhardt+Partner AG.

 

 


 

 

 

metrobasel Generalversammlung 2018

Dienstag, 5. Juni, 17.45 - ca. 20.00 Uhr (Türöffnung 17.30 Uhr), Lonza Ltd., Münchensteinerstrasse 38, 4052 Basel

 

Die ordentliche Generalversammlung ist unseren Mitgliedern und Partnern vorbehalten. Die Einladung inkl. Programm und Traktanden werden mit der Post zugestellt. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung zwingend. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

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Wirtschaftsforum Lörrach 2018

Dienstag, 26. Juni, 17.30 - ca. 19.00 Uhr (mit anschliessendem Apéro), im Sparkassenforum der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden, Haagenerstrasse 2, 79539 Lörrach

 

Das diesjährige Wirtschaftsforum Lörrach befasst sich mit dem Thema «Gefährden Abschottungstendenzen die engen Beziehungen CH – EU?».

 

Teilnehmen werden u.a. Staatssekretärin Kathrin Schütz vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg; Nationalrat Eric Nussbaumer, Mitglied der aussenpolitischen Kommission des Nationalrates (APK-N); Stefanie Luckert, Geschäftsführerin der Vereinigung Schweizer Unternehmen in Deutschland (VSUD) sowie bekannte Wirtschaftsvertreter aus Deutschland und der Schweiz.

 

Der Anlass wird von Oberbürgermeister Jörg Lutz moderiert.

 

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metrobasel Sommeranlass 2018

Mittwoch 5. September, 17.30 - ca. 19.15 Uhr (mit anschliessendem Apéro), im Grossratssaal des Kantons Basel-Stadt, Marktplatz 9, 4001 Basel

 

Der Anlass befasst sich in diesem Jahr mit dem Abkommen mit der EU über die institutionellen Fragen (Rahmenabkommen) und mit der Personenfreizügigkeit.

 

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Vereinigung Basler Ökonomen (VBÖ), der Kampagne «stark+vernetzt» und der Regio Basiliensis durchgeführt.

 

Teilnehmen werden u.a. Staatssekretär Dr. Roberto Balzaretti, Direktor der Direktion für europäische Angelegenheiten im EDA; Dr. Andreas Schwab, Abgeordneter des Europäischen Parlaments; Monika Rühl, Vorsitzende der Geschäftsleitung bei economiesuisse; Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter, Präsidentin der Handelskammer beider Basel und Präsidentin der aussenpolitischen Kommission des Nationalrates (APK-N), Regierungsrat Christoph Brutschin, Vorsteher des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt des Kantons Basel-Stadt; Dr. Matthias Leuenberger, Länderpräsident Novartis Schweiz; sowie ein/e Bundesparlamentarier/in von der SVP.

 

 

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Wirtschaftsforum Fricktal 2018

Donnerstag, 20. September, 18.00 - ca. 19.30 (mit anschliessendem Apéro), bei der Syngenta Crop Protection AG, Schaffhauserstrasse 101, 4332 Stein AG

 

Aufgezeigt werden digitale Möglichkeiten und Anwendungen in verschiedenen Bereichen. Erfahren Sie z.B. wie sich humanoide Roboter bereits heute in verschiedene Alltagssituationen integrieren lassen, und wie sich mit diesen eine Mensch-Roboter-Interaktion gestalten lässt.

 

Das Wirtschaftsforum Fricktal ist ein wichtiger Treffpunkt für Fricktaler Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Referenten sind Vertreter vom Fricktal Regio Planungsverband, metrobasel, der FHNW und Syngenta.

 

Für Interessierte besteht zudem die Möglichkeit an einer Besichtigung des Syngenta-Forschungszentrums um 16.30 Uhr teilzunehmen! Weitere Informationenen zum Programm und zur Besichtigung folgen demnächst.

 

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Wirtschaftsforum Binningen 2018

Dienstag, 30. Oktober, 18.00 - ca. 19.30 Uhr (mit anschliessendem Apéro), im Kronenmattsaal, Weihermattstrasse, 4102 Binningen

 

Das diesjährige Wirtschaftsforum Binningen befasst sich mit dem Siedlungsraum der Zukunft. Welche Anforderungen stellen wir an den Siedlungsraum von morgen?


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BEF Basel Economic Forum 2018

Freitag, 23. November, ab 09.00 Uhr (Ganztagesveranstaltung), im Hyperion Hotel Basel

 

Erfahren Sie mehr zur «Stadt und Region der Zukunft»

 

In diesem Jahr wird der Jungunternehmerpreis Nordwestschweiz (JUP) erstmals im Anschluss ans BEF Basel Economic Forum vergeben! Mehr zum BEF und zur Preisverleihung erfahren Sie in den kommenden Wochen.

 

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Vorstellung der Studie «Aging - Betreuung»

an einem Anlass im Oktober/November 2018, weitere Informationen folgen...

 

 


 

 

 

 Copyright: Herzog & de Meuron Ltd.

 

«Wie müssen sich Städte und Regionen für die Zukunft ausrichten

 

metrobasel (mb): Wie soll die Region mit dem Bevölkerungswachstum umgehen? 


Beat von Wartburg (BvW): Ich bin ein Verfechter von Verdichtung. Damit entgegnet man der Zersiedelung und schafft gleichzeitig kürzere Wege.

Das Gewerbeareal Dreispitz beispielsweise ist an einer wichtigen Scharniersituation zwischen Münchenstein und der Kernstadt Basel. Es ist unternutzt und eignet sich - im Gegensatz zu grünen Flächen, die neu bebaut werden sollten - hervorragend für eine Verdichtung.

Samuel Schultze (SS): Ja, das sehe ich auch so. Allerdings muss man dort verdichten, wo es sinnvoll ist. Neubauten kann man beispielsweise in bestehenden Strukturen schwieriger integrieren. Zudem muss man unterscheiden zwischen Stadt und Region. Normalerweise ist eine Kernstadt relativ schwierig zu verdichten. Auch die Vorstädte haben Strukturen, in denen man nicht so einfach eingreifen kann. In der Stadt Basel sind jedoch aufgrund des Transformationsprozesses vom Industrie- zum Dienstleistungsstandort sehr grosse Flächen verfügbar geworden, wo man transformieren kann. Da besteht ein überdurchschnittlich grosses Potenzial. Primär geht es darum, diese Flächen mit einer neuen Dichte zu planen und nicht das alte städtebauliche Muster vom Umfeld zu übernehmen. In diesen Arealen kann man mit einem anderen Dichtemassstab arbeiten, als in der übrigen Stadt.

Ein weiterer Punkt ist die Region. Um 20.000 mehr Einwohner unterzubringen, muss auch die Agglomeration verdichtet werden. Die «grünen Dörfer» hören es natürlich nicht gern.

 

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mb: Soll denn auch für das Gewerbe verdichtet gebaut werden?

 

BvW: Absolut. An der Südspitze im Dreispitz haben wir die Idee, dass wir die Räumlichkeiten für verschiedene Gewerbe anbieten werden. Im Erdgeschoss wären Werkstätten, in der 2. und 3. Etage Büros, Dienstleistungsfirmen oder IT-Unternehmen.


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mb: Welches sind Faktoren, die in Ihren Augen die grösste Hürde für eine erfolgreiche Raumplanung darstellen?

 

SS: Die grössten Hürden: sind wohl die Veränderungen, die mit der Verdichtung zwangsläufig kommen. Keiner will davon betroffen werden. Da gibt es die unterschiedlichsten Partikularinteressen, welche eine Verdichtung erschweren.

Da müssen wir insbesondere auf der menschlichen und interkulturellen Ebene ansetzen und neu denken. Eine intolerante Gesellschaft, z.B.  gegenüber Lärm oder anderen Menschen, kann Veränderungen verlangsamen. Das «Zusammenleben» bedingt immer eine gewisse Toleranz!

BvW: Eine weitere Hürde ist der Raumbedarf, der gewaltig gestiegen ist. Einpersonenhaushalte haben enorm zugenommen. Es braucht deshalb kleinere Wohnungen, welche bezahlbar sind. Günstiger Wohnraum ist häufig nur über Verdichtung und eine kleinere Wohnfläche pro Kopf möglich.


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mb: Welche Auswirkungen hat die alternde Gesellschaft auf die Stadtentwicklung?

 

SS: Alte Leute bleiben viel länger in der eigenen Wohnung, sie lassen sich ungern «verpflanzen».  Da man in den letzten Jahren barrierefrei baute, hat sich die Situation für diese Zielgruppe hinsichtlich altersgerechtem Wohnraum etwas entschärft. Die Höhe der Miete ist ein anderes Thema.

BvW: Für die langfristige Raum- und Stadtentwicklung können unter anderem auch langjährige Mietverhältnisse zu Hindernissen führen. Da geht es um Interessensabwägungen zwischen Kontinuität und Weiterentwicklung. Deshalb befassen sich Immobilienbesitzer oft damit, wie man in einem solchen Fall mit den langjährigen Mietern umgehen soll.


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mb: Was sind zukunftsorientierte Arealentwicklungen?


SS: Wir wissen nicht, was unser Bedarf in zwanzig Jahren sein wird! Wir sind heute in einer extremen Veränderung, aber wir denken noch immer in den alten «klassischen Infrastrukturen», wie Eisenbahn, Bahnhof, Autobahnen. Das wird sich aber mit grosser Wahrscheinlichkeit durch die Digitalisierung, selbstfahrende Autos und andere Bedürfnisse der jüngeren Generation massiv verändern. Dazu gibt es aber keine verlässlichen Zahlen, wir haben auch nur vage Vorstellungen dazu. Deshalb müssen wir unwahrscheinlich flexibel bleiben und bereits heute gewisse Regeln dafür schaffen, um strukturiert vorgehen können.

BvW: Die Digitalisierung hat einen grossen Einfluss auf Areal- und Stadtentwicklungen. Es wird eine ganz andere Nutzung der Verkehrsinfrastruktur geben. Je digitalisierter man ist, desto besser kann man die heutige Infrastruktur auch nutzen.


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mb: Die CMS hat sich für die Entwicklung des Dreispitzareals Gedanken zur Zukunft gemacht. Welche?


BvW: Das angrenzende Gundeliquartier hat klar seine Bedürfnisse geäussert. Schon heute lebt es mit einer Mischnutzung, die relativ gut funktioniert. Diese muss man auf ein grösseres Quartier übertragen. Es muss einen lebendigen Mix geben, um zukunftsfähig zu werden und zu bleiben. Dabei gilt es von Anfang an, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von allen Playern zu achten. Wo verdichtet wird, muss gleichzeitig auch Freifläche geschaffen werden! Das ist für die Bevölkerung sehr wichtig und relevant für die Akzeptanz.

SS: Das Gundeli ist ein gutes Beispiel eines gut funktionierenden, durchmischten Stadtteils, von dem man viel lernen kann.


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mb: Sollten Regulierungen oder Auflagen nicht viel flexibler gestaltet werden, um auf Ansprüche der Zukunft flexibler reagieren zu können? Müsste man nicht den Markt mehr spielen lassen?


BvW: Ja und nein. Die Investoren wollen eben auch Sicherheit. Zudem gäbe es noch mehr Interessenskonflikte, beispielsweise mit dem Naturschutz oder den Verkehrsteilnehmern, wenn die Regulierungen deutlich gelockert würden.

SS: Es gibt bei den Zonen bereits mehr Möglichkeiten für individuelle Nutzungen als früher.

Trotzdem bleibt der Bebauungsplan eine aufwendige Sache. Da braucht es mehr Flexibilität! Neue Regelungen sind unumgänglich. Ich finde es bemerkenswert, dass der entsprechende Vorstoss von der politischen Ebene kommt!


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mb: Wie zufrieden sind Sie mit dem öffentlichen Diskurs über die räumliche Entwicklung?


SS: In einer Demokratie muss ein offener Diskurs geführt werden können, es braucht diese Transparenz. Das zwingt uns natürlich dazu, ein Projekt fundiert herzuleiten.

BvW: Der öffentliche Diskurs ist wichtig, es braucht ihn. Aber man muss auch versuchen, die verschiedenen Interessen unter einen Hut zu bekommen. Meine Lehre aus dem Dreispitz ist, dass Komplexität in kleine planbare Einheiten gebrochen werden muss, um ein Projekt erfolgreich umsetzen zu können.

SS: Ja, man sollte die Messlatte nicht zu hoch anlegen und nicht zu komplex machen. Denn Veränderungsprozesse lösen in den Menschen immer Ängste aus, die es ernst zu nehmen gilt. Deshalb müssen wir die Menschen mit der richtigen Kommunikation und überzeugender Arbeit für ein Projekt gewinnen.

BvW: In der Schweiz mangelt es oft an Visionen, das «bigger picture» fehlt. Man misstraut oft den grossen Würfen. Gerade bei der Planung sollte man jedoch in grossen Zusammenhängen denken, übergeordnet koordinieren und konzentriert planen. Beispielsweise beim Gundelitunnel, der S-Bahn, dem Rheintunnel oder Areal- und Quartierentwicklungen.


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mb: Wo sehen Sie die Region in 20 Jahren?


SS: 20 Jahre sind in der Stadtplanung keine grosse Distanz. Sprechen wir deshalb besser von der Zukunft. Themen wie die Mobilität werden wahrscheinlich einen grossen Schub auslösen und Veränderungen mit sich bringen. Darauf muss die Gesellschaft schnell reagieren können. Ich denke, die Transformationsflächen der grossen Areale werden lebhafte Orte sein. Durchmischung ist Realität. Dies gelingt uns allerdings nur, wenn Leute mehr gemeinnützig und weniger eigennützig agieren. Nur so können wir Grosses erreichen.

BvW: Basel muss mehr als bisher über die Landes- und Kantonsgrenze hinausdenken, denn es braucht gemeinsame Lösungen. Der funktionale Raum und Freiraum sollte in einem grösseren Ganzen geplant werden und nicht nur den lokalen Partikularinteressen folgen.

Es braucht vermehrt Pioniergeist und eine Aufbruchsstimmung - sonst werden wir zurückbleiben.


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mb: Welche ist Ihre persönliche Lieblingsecke in Basel?


SS: Der Hörnli-Felsen. Da kann man auf die ganze Stadt schauen.

BW: Das Dreiländereck: international vernetzt und am Wasser, ein Hafen mit Meeranschluss. Es ist ein Ort zum Träumen, wo sich Lebensqualität und Vitalität entwickeln können.


 

 


 

Hinweise von Partnerorganisationen

 


 

 

 

VSUD Seminar: «Aktuelle Entwicklungen im deutschen Steuerrecht - Rückblick und Ausblick»


Datum:

Mittwoch, 6. Juni 2018, 13.30 Uhr – 17.00 Uhr

 

Veranstaltungsort:

Hotel St. Gotthard, Bahnhofstrasse 87, CH- 8021 Zürich

 

Einladung und Anmeldetalon finden Sie hier.

 

 


 

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