02/2019

 

 


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Das Basel Economic Forum findet am 15. November 2019 statt.

Mehr Informationen finden sie hier.


 

 

 

Themen dieser Newsmail

 


 

 

 

Rückblick: metrobasel Sommeranlass 2019

Am 19.08.19 fand im altehrwürdigen Basler Grossratssaal der Sommeranlass zum Thema „Rahmenabkommen: ein guter oder schlechter Deal für die Schweiz“ statt. Dass der Saal bis fast auf den letzten Platz besetzt war, darf als Ausdruck für das enorme Interesse an der Klärung der Beziehungen Schweiz–EU aufgefasst werden. Die Veranstaltung wurde von metrobasel in Kooperation mit stark+vernetzt und Regio Basiliensis durchgeführt. Mehr dazu...

 

 


 

 

 

Rückblick: metrobasel GV 2019

Auf dem Höhepunkt der ersten Hitzewelle des Jahres dienten die angenehm klimatisierten Räumlichkeiten der DSM Nutritional Products Ltd. in Kaiseraugst als ideales Setting für die 11. ordentliche Generalversammlung des Vereins metrobasel. Mehr dazu...

 


 

 

 

Rückblick: Wirtschaftsforum Lörrach 2019

Das Wirtschaftsforum Lörrach befasste sich in seiner Ausgabe 2019 unter dem Titel "Digitalisierung und Datennutzung: Potenziale und Rahmenbedingungen" mit den Chancen und Herausforderungen, die der digitale Wandel mit sich bringt. Der Anlass wurde in Kooperation mit der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden und der Stadt Lörrach durchgeführt. Mehr dazu...

 


 

Veranstaltungshinweise metrobasel

Hier finden Sie die Hinweise auf weitere metrobasel-Veranstaltungen.

 

 

Veranstaltungen und Hinweise von Partnerorganisationen

Hier finden Sie weitere Veranstaltungshinweise und Informationen von metrobasel-Partner und Partnerorganisationen.

 


  

In eigener Sache

Verabschiedung von Andy Hutter und Vorstellung der neuen Kollegen im Team.

 


  

 

 

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Rückblick: metrobasel Sommeranlass 2019


Am 19.08.19 fand in einem beinahe bis auf den letzten Platz besetzten Basler Grossratssaal der metrobasel Sommeranlass zum Thema Rahmenabkommen: ein guter oder schlechter Deal für die Schweiz“ statt. Der grosse Publikumsaufmarsch darf als Ausdruck für das enorme Interesse an der Klärung der Beziehungen SchweizEU aufgefasst werden.

 

Der Basler Regierungsrat und Volkswirtschaftsdirektor Christoph Brutschin überbrachte im Namen der Regierung die Grussbotschaft und stellte in seiner kurzen Rede gleich zu Beginn klar: Basel-Stadt steht ohne Wenn und Aber hinter dem Rahmenabkommen. Allerdings sei eine Annahme des Vertragswerks alles andere als sicher, weshalb man in Anbetracht der innenpolitischen Differenzen und der Unnachgiebigkeit der EU auf ein kleines Wunder hoffe. Sich an die Kritiker wendend, meinte er denn auch: „Für die vielen echten und vermeintlichen Pferdefüsse des Abkommens gibt es passende Hufeisen“. Aber für den Fall eines Scheiterns der Verhandlungen sei ihm kein gangbarer Plan B bekannt. Er fordere deshalb jene auf, die die institutionelle Zusammenarbeit verdammen, doch bitte eine Alternative aufzuzeigen.

 

 

metrobasel-Direktorin Regula Ruetz spannte in Ihrer Begrüssungsrede den thematischen Bogen auf, der von den Nachrednern und Podiumsteilnehmern wiederholt aufgegriffen wurde. Sie wies auf die von Unsicherheit geprägte Weltlage hin, die auf die nationale Ebene durchschlägt. Sie mahnte, die enormen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen nicht zu unterschätzen, vor die uns Digitalisierung, demographischer Wandel sowie Handels- und Währungskriege stellten. Es gelte die Relationen zu wahren, wenn es um das Generieren politischer Aufregung gehe. Sie warnte eindringlich davor, in diesen unsicheren Zeiten eine weitere Front aufzumachen – zumal es sich bei der EU um unseren wichtigsten Handelspartner handle. 

 

Das Einführungsreferat wurde von Monika RühlVorsitzende der Geschäftsleitung von economiesuisse, gehalten. Sie stellte fest, dass der bilaterale Weg vom Volk bereits schon zweimal bestätigt wurde: zum einen mit der Ablehnung des Selbstbestimmungsinitiative und zum andern mit dem Ja zur Revision des Waffenrechts und zum Verbleib im Schengenraum. Mit dem institutionelle Rahmenabkommen und der Kündigungsinitiative der SVP stünden nun zwei weitere, für die Beziehungen zur EU richtungsweisende Entscheide an. Würde die Kündigungsinitiative angenommen, so müsste die Personenfreizügigkeit neu verhandelt werden, wobei das Scheitern so gut wie sicher wäre. Die Guillotineklausel träte in Kraft und wir fänden uns in einer wirtschaftlichen Sackgasse wieder, weil der europäische Binnenmarkt der Herzschrittmacher unserer Wirtschaft sei. Bei einem Weitermachen wie bisher würden in Ermangelung eines Rahmenabkommens die Bilateralen nicht aktualisiert und in der Folge langsam erodieren. Nur mit der Annahme des Rahmenabkommens würde ein zukunftsfähiger Mechanismus für das bestehende Vertragswerk geschaffen, ein bisher nicht existenter Streitbeilegungsmechanismus installiert und dies alles zum Preis, dass gerade einmal fünf von über 120 bestehenden Verträgen betroffen wären. Treffend drum auch das Resümee von Monika Rühl: “Damit alles so bleibt, wie es ist, müssen wir etwas ändern.”

 

Das anschliessende Podium wurde von Dr. Brigitte GuggisbergGeschäftsleiterin des WWZ Forum der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel, fachkundig moderiert. Sie befragte die Vertreter von Wirtschaft, Politik und Verbänden nach der Bedeutung von geregelten Beziehungen zu unseren europäischen Nachbarn aus der Perspektive ihres jeweiligen Tätigkeitsfelds.

 

 

Regina AmmannLeiterin External & Public Affairs Schweiz bei Syngenta, zeigte auf, dass lediglich 0.2% des Umsatzes von Syngenta in der Schweiz erwirtschaftet würde, der Rest anderswo auf der Welt, weshalb ihr Unternehmen auf offene Märkte angewiesen sei. Die Vernetztheit der Pharmabranche bedinge, dass Waren so ungehindert wie möglich zirkulierten – Offenheit sei ein Wettbewerbsvorteil, eine möglichst weitreichende Integration erstrebenswert. Unternehmen bräuchten neben rechts- vor allem auch Planungssicherheit. Und hierfür müsse man wissen, wohin die Reise geht.

 

Christoph BrutschinRegierungsrat Basel-Stadt, betonte, dass sein Hauptaugenmerk als Volkswirtschaftsdirektor vor allem auf dem Halten der Arbeitsplätze in der Region läge. Die Region Basel lebe zu grossen Teilen vom Export, Voraussetzung für die weitere Prosperität seien deshalb offene Märkte. Er hege grosse Zweifel, dass die Beweggründe der Abkommensgegner gewichtig genug seien, um ein Scheitern der Verhandlungen – und daraus resultierend das Wegfallen einer Voraussetzung unseres wirtschaftlichen Erfolgs – zu rechtfertigen.

 

Auf die Vergleichbarkeit der Verhandlungen mit dem Brexit angesprochen, zeigte Dr. Eric ScheideggerStv. Direktor des SECO sowie Leiter der Direktion für Wirtschaftspolitik, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede hinsichtlich der Verhandlungspositionen von Grossbritannien und der Schweiz auf. Ein «No-Deal»-Austritt aus der EU würde für Grossbritannien den Verlust der gesamten bilateralen Beziehungen bedeuten, während die Schweiz – im Falle einer Nicht-Unterzeichnung des Rahmenabkommens, also beim Einnehmen einer abwartenden Haltung – noch über das bestehende Vertragswerk verfügte. Weil aber ein Erneuerungsmechanismus fehlte, wären wir mit einem Erosionsszenario konfrontiert. Ein mit dem Brexit vergleichbares Szenario wäre allerdings im Falle einer Annahme der Kündigungsinitative der SVP denkbar.

 

Monika RühlVorsitzende der Geschäftsleitung von economiesuisse, plädierte denn auch für die Sicherung des bilateralen Wegs. Das Rahmenabkommen sei hierfür Stand heute die beste Lösung. Die EU habe ihren eigenen Binnenmarkt geschaffen, erlaube uns aber das Partizipieren. Im Gegenzug müssten wir die Spielregeln akzeptieren – auch die zukünftigen, doch nicht bedingungslos: Die sogenannt dynamische Rechtsübernahme geschehe nach dem selben Mechanismus, wie wir ihn bei der Umsetzung der EU-Waffenrichtlinie im Schweizer Waffenrecht bereits erleben durften – also sämtliche Mitbestimmungsmöglichkeiten beinhaltend, die sich während des Schweizerischen Rechtssetzungsprozesses bieten.  

 

Nationalrat Thomas AeschiSVP-Fraktionspräsident sowie Mitglied der parlamentarischen EFTA/EU-Delegation, betonte den Nutzen offener Märkte. Er sei nicht grundsätzlich gegen ein Rahmenabkommen, wolle aber verhindern, dass die Schweiz in Unkenntnis zukünftiger EU-Rechtsakte diesen vorauseilend via Festschreiben eines Rechtsübernahmeautomatismus zustimme. Das Rahmenabkommen würde damit den einzigartigen Rechtsetzungsprozess der Schweiz unterminieren. Dieser sei demjenigen der EU grundsätzlich überlegen, weshalb er keinen Grund sehe, die Ansprüche diesbezüglich nach unten zu nivellieren. Die grosse Problematik des Vertragswerks sei die thematische Unschärfe. Deshalb sei sich nicht zu bewegen in unsicheren Zeiten bisweilen die beste Option.

 

 

Nach seiner Wahrnehmung der politischen Diskussion gefragt, warnte Gerhard ZickenheinerMitglied des Deutschen Bundestags für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, davor, die Eskalationsspirale weiter zu treiben. Das Unverständnis in der EU für das Zaudern des Bundesrats gründe vor allem auf drei Umständen: Erstens sei in den politischen Systemen des europäischen Umlands – anders als in der Schweiz – nicht vorgesehen, dass das Handeln einer Regierung durch eine Volksabstimmung in Frage gestellt werden könne. Zweitens bedeute das zeitliche Zusammenfallen der Schweizer Verhandlungen mit dem Brexit eine unglückliche historische Konstellation: Jedes Zugeständnis der EU an die Schweiz müsste diese wiederum auch den Briten machen. Unter diesen Umständen könne sich die EU nur unnachgiebig zeigen. Und drittens sei das Rahmenabkommen ursprünglich eine Schweizer Idee, die lange verhandelt wurde. Gerade wegen dieser langen Verhandlungsdauer stosse das momentane Zögern nun auf umso grösseres Unverständnis. Abschliessend appellierte er nochmals an die Gegner des Abkommens, das hochspekulative Spiel zu beenden und das Verhandlungsresultat als das anzuerkennen, was es ist: Ein Strauss von Sonderkonditionen, wie sie bei Verhandlungen mit der EU sonst niemand anderem eingeräumt wurden.

 

Wir danken stark+vernetzt und Regio Basiliensis für die Zusammenarbeit.

 

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Rückblick: metrobasel GV 2019


Auf dem Höhepunkt der ersten Hitzewelle des Jahres dienten die angenehm klimatisierten Räumlichkeiten der DSM Nutritional Products Ltd. in Kaiseraugst als ideales Setting für die 11. ordentliche Generalversammlung des Vereins metrobasel.



Gastgeber Christoph Goppelsroeder, Präsident und CEO von DSM, stellte in seiner Begrüssungsrede das breite globale Tätigkeitsfeld der Firma vor und informierte die metrobasel-Mitglieder bezüglich des Engagements von DSM in den zukunftsentscheidenden Bereichen Ernährung, Gesundheit, Innovation und Nachhaltigkeit. Des Weiteren wurde darüber informiert, wie sich DSM bezüglich lokaler Themen wie beispielsweise Mobilität und grenzüberschreitende Zusammenarbeit engagiert, wie sie das Potenzial der Digitalisierung wahrnimmt und welche Bedeutung sie der alternden Gesellschaft beimisst. In der Folge erhielten die Anwesenden im Rahmen eines ausgeprägt interaktiven Innovationsparcours interessante Einblicke in die diversen Forschungsbereiche des Unternehmens DSM.

 

 

Das langjährige Vorstandsmitglied Samuel Schultze, CEO Burckhardt+Partner AG, führte durch die ordentliche Versammlung. Der Jahresbericht und die Jahresrechnung 2018 wurden einstimmig genehmigt und das Budget 2019 zur Kenntnis genommen. Ebenso einstimmig wurden vier neue Vorstandsmitglieder gewählt: Fabian Frei, CEO Jermann Ingenieure + Geometer AG, Françoise Moser, Gemeindepräsidentin Kaiseraugst, Nicole Hostettler, Leiterin AWA Basel-Stadt sowie Lukas Ott, Leiter der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt.


Im Anschluss an den offiziellen Teil offerierte der Gastgeber DSM Nutritional Products Ltd. einen exzellenten Apéro, der die Anwesenden zum ausgiebigen Netzwerken animierte.

 

Wir danken der DSM Nutritional Products Ltd. für Gastfreundschaft, Referat, Parcours sowie die hervorragende Verköstigung.


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Rückblick: Wirtschaftsforum Lörrach 2019

 

Das diesjährige Wirtschaftsforum Lörrach befasste sich mit den Chancen und Herausforderungen, die der digitale Wandel mit sich bringt. Der Anlass wurde in Kooperation mit der Stadt Lörrach und der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden durchgeführt. 

 

André MarkerVorstandsvorsitzender der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden und Gastgeber des Wirtschaftsforums, summierte in seiner Begrüssungsrede, dass die digitale Transformation längst begonnen habe und eine Umkehr weder wünsch- noch machbar sei. Eine Umwälzung dieser Grössenordnung bringe neben sehr vielen Gewinnern aber auch Verlierer hervor. Er äusserte drum die Hoffnung, dass der Abend den einen oder anderen Hinweis darauf geben möge, wohin die Reise führt.

 

 

metrobasel-Direktorin Regula Ruetz betonte in ihren einleitenden Worten die Geschwindigkeit, mit der sich die Digitalisierung im Vergleich zu den vorangegangenen Industrierevolutionen vollziehe. Sie mahnte, dass die rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen unbedingt Schritt halten müssten. Es dürfe nicht sein, dass mit der Zementierung von Wettbewerbsnachteilen ohnehin nicht vermeidbare Entwicklungen gehemmt oder gar verhindert würden – aktives Mitgestalten erfordere entsprechenden Bewegungsspielraum.

 

Das Impulsreferat wurde von Ministerialdirektor Stefan Krebs,CIO/CDO der Landesregierung Baden-Württemberg, gehalten. Er warnte, dass die disruptive Kraft der Digitalisierung ausnahmslos jeden betreffe. Auch der Handwerker dürfe nicht davon ausgehen, dass seine im analogen Raum stattfindende Tätigkeit ihm im digitalen Wandel eine Sonderstellung einräume. Jedes wirtschaftlich tätige Individuum müsse sich die Frage stellen, ob es irgend jemanden gäbe, der seine Arbeit mit digitalen Mitteln besser, schneller oder günstiger machen könne. Als Verantwortlicher für die IT-Strategie der gesamten Landesverwaltung von Baden-Württemberg sowie für die ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie „digital@bw“ legte Stefan Krebs weiter dar, wie das Bundesland Baden-Württemberg den digitalen Wandel zu vollziehen gedenke. Mit der im Juli 2017 beschlossenen Digitalisierungsstrategie komme dem Bundesland eine Vorreiterrolle zu. Mit einem Fördervolumen von 1 Milliarde Euro würden Projekte in sechs Schwerpunktbereichen vorangetrieben. Neben Anstrengungen zur Digitalisierung der Verwaltung, dem Vorantreiben intelligenter Mobilität, der Unterstützung von Start-ups und der Vernetzung von Produktionsstätten, hebt Krebs insbesondere die Bemühungen in der Gesundheitsversorgung hervor. Hier soll einerseits die Vernetzung der Behandlungszentren zu mehr Effizienz und damit Kostenersparnissen führen. Andererseits soll dem (Spezial-)Ärztemangel mittels ortsunabhängiger Konsultationen via Skype und Co. begegnet werden. Um den digitalen Wandel rasch und erfolgreich vollziehen zu können, sind wesentliche Mittel in die Bildung und Weiterbildung zu investieren. So viele Menschen wie möglich müssten zur erfolgreichen Teilnahme an der digitalen Transformation befähigt werden – unabhängig davon, ob sie zu Beginn der Schulkarriere oder mitten im Berufsleben stünden. Bei sämtlichen Anstrengungen im Digitalisierungsbereich werde zudem grossen Wert auf die Wirkungskontrolle gelegt. Sämtliche Aktivitäten seien deshalb auf der Internetplattform www.digital-bw.de zusammengefasst einsehbar.

 

Die anschliessende Diskussionsrunde wurde von metrobasel-Direktorin Regula Ruetz geleitet. Neben Ministerialdirektor Stefan Krebs, waren Jörg LutzOberbürgermeister der Stadt LörrachAndré MarkerVorstandsvorsitzender Sparkasse Lörrach – RheinfeldenSimon MarvilleLeiter Strategie & Innovation des Bereichs Informatik der Post CH AG,  Prof. Dr. Jan OlafLeiter Studienzentrum IT-Management & Informatik DHBW LörrachLukas OttLeiter der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt sowie Thomas BergerLeiter Zentrale Informatikdienste der Stadt Basel zugegen. Die Podiumsteilnehmer diskutierten die Auswirkungen auf die Wirtschafts- und Arbeitswelt. Sie gingen der Frage nach, welche Infrastruktur benötigt würde und befassten sich mit ethischen Fragestellungen, die sich aus der Datennutzung und Digitalisierung für die Gesellschaft und jeden einzelnen ergeben.

 

 

Ausgehend von der Frage, wer in der Arbeitswelt am wenigsten vom digitalen Umbau profitiere, wurde die grösste Herausforderung bei jenen Menschen geortet, die sich im klassischen analogen Bereich bewegen und/oder technisch wenig interessiert sind. Es müsse verhindert werden, dass ein Teil der Gesellschaft abgehängt wird, mahnte Stefan Krebs. Eine Zweiteilung der Arbeitstätigen sei gesellschaftlich nicht wünschenswert, weshalb Aus- und Fortbildung einen hohen Stellenwert hätten, ergänze Lukas Ott. Mit der Digitalisierung verschiebe sich der Fokus auf Tätigkeiten, die spezielle Qualifikationen erfordern. Dem Fachkräftemangel sei mit politischen Mitteln zu begegnen, schlug Simon Marville in dieselbe Kerbe.

 

Auch bei der notwendigen Infrastruktur für den digitalen Umbau der Gesellschaft wurde Handlungsbedarf festgestellt. Der Anschluss an das Breitbandnetz sei in Baden-Württemberg nicht flächendeckend gewährleistet oder nur mit sehr hohen Kosten für die Besteller – Gebietskörperschaften wie Private – realisierbar. Insbesondere dürfe es nicht sein, dass Bildungseinrichtungen, welche die dringend benötigten Fachkräfte ausbilden sollten, mit IT-Infrastrukturproblemen zu kämpfen hätten. Weiter seien die Lücken im Mobilfunknetz umgehend zu schliessen. Es sei schwierig nachzuvollziehen, weshalb es in einem mitteleuropäischen Land –und insbesondere in einem wirtschaftlich derart starken Landesteil – immer noch Lücken gäbe, monierte Jörg Lutz. Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass die grossen Herausforderungen in Bezug auf die Infrastruktur nur mit integralen Lösungsansätzen bewältigt werden können. Lukas Ott rief Wissenschaft, Gesellschaft und Staat zur Zusammenarbeit auf allen Ebenen auf, um so als Innovatoren einer "Smart City” zu agieren.

 

Bezüglich der ethischen Komponente der Datennutzung wurde festgestellt, dass es eine grosse Diskrepanz im Verhalten der Bürger gäbe: Einerseits teilten diese im Privaten sehr bereitwillig ihre Daten mit Unternehmen, andererseits seien die Datenschutzbedenken gegenüber dem Staat sehr ausgeprägt. Das führe zu einer Gesetzgebung, die das Potenzial der Digitalisierung behindere.

 

Im Laufe der rund 75-minütigen Diskussion konnten sich die Diskussionsteilnehmer auf zwei Grundthesen einigen: Erstens habe die Digitalisierung ihre disruptive Wirkung bereits in vielen Lebensbereichen entfaltet – und es sei nur eine Frage der Zeit, bis weitere folgten. Die Herausforderung bestehe somit darin, angemessener Rahmenbedingungen bereitzustellen, die einerseits den Fortschritt nicht behindern, aber gleichzeitig auf nicht erwünschte Nebeneffekte dämpfend wirken würden. Zweitens seien beim Vollzug der digitalen Transformation nicht vorwiegend technische Probleme zu lösen, sondern es sei vor allem politisch-gesellschaftliche Arbeit zu leisten. Die Vorteile der Digitalisierung müssten überzeugend kommuniziert werden, damit der Wandel gesellschaftliche Akzeptanz erführe.

 

Worauf für einen wirtschaftlich gelungenen digitalen Wandel zu achten sei, fasste André Marker treffend in seinen Schlusssatz: “Wir müssen aufpassen, dass wir uns den Schneid nicht abkaufen lassen. Wir dürfen den grossen Playern nicht alle unsere Daten und die daraus resultierenden Vorteile überlassen, währenddessen wir den eigenen Unternehmen mit Regulierungen die Luft abklemmen.” Damit die Datennutzung damit aber nicht auf einmal zum gesellschaftlichen Risiko werde, sei eine Gratwanderung notwendig, die auch den Interessen des Einzelnen ausreichend Nachachtung schenkt.

 

Wir danken der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden für Gastfreundschaft und den exzellenten Apéro.


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metrobasel Veranstaltungshinweise 2019

 


  

Wirtschaftsforum Fricktal

«Daten – Treibstoff der digitalen Welt»

 5. September 2019

Novartis Pharma Stein AG in Stein

Einladung (die Veranstaltung ist ausgebucht!)

 

 

Wirtschaftsforum Binningen

«Doppelmoral»

29. Oktober 2019
Kronenmattsaal Binningen

 

 

BEF 2019

«Daten als Wettbewerbsvorteil»

Potenziale – Risiken – Rahmenbedingungen

15. November 2019
Hyperion Hotel, Basel

www.baseleconomicforum.ch

 

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Hinweise von Partnerorganisationen

 


 

 

 

Eine Debatte über die Zukunft der Universität Basel:

«Uni Basel – fit for the future?»


Datum:

Dienstag, 24. September 2019, 18.00 - 20.00 Uhr, mit anschliessendem Apéro

 

Thema: Uni Basel– fit for the future?

Mit der Ausbildung des akademischen Berufnachwuchses für die regionale Wirtschaft und mit ihrer exzellenten Forschung trägt die Universität Basel wesentlich zur Innovationskraft und Wertschöpfung der Region Basel bei. Für die volkswirtschaftliche und kulturelle Entwicklung in der Region Basel ist sie deshalb von grösster Bedeutung – jetzt und in der Zukunft. Wir fragen deshalb: Ist die Uni fit für die Zukunft?

 

Veranstaltungsort:

Pathé Kino Küchlin, Steinenvorstadt 55, Basel

 

Kosten:

Der Anlass ist kostenlos.

 

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich rasch an, die Teilnehmerzahl ist begrenzt!

Weitere Informationen / Direktlink zur Anmeldung

 

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Statistisches Amt Basel-Stadt

«Daten – das neue Gold?»


Datum:

14. November 2019

 

Weitere Informationen und Anmeldung

 

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In eigener Sache

 


 

 

Verabschiedung von Andy Hutter und Vorstellung der neuen Mitarbeiter im Team


Gerne möchten wir abschliessend die Gelegenheit nutzen, unseren langjährigen Mitarbeiter Andy Hutter gebührend zu verabschieden und ihm für seinen grossen Einsatz und die hervorragende Arbeit zu danken. Er war die vergangenen siebeneinhalb Jahre das administrative Gewissen von metrobasel und hatte mit seiner kontaktfreudigen Art entscheidenden Anteil an Ausbau und Pflege des Beziehungsnetzes und damit an der Erfolgsgeschichte metrobasel. Er wird ab September für die Stokar+Partner AG tätig und unter andreas.hutter@stokar-partner.ch und via linkedIn weiterhin erreichbar sein. Wir wünschen ihm beruflich als auch privat nur das Beste!

 

Seit Anfang August 2019 sind Fabian Lavater und Felix Bossel für metrobasel als wissenschaftliche Mitarbeiter tätig, neuer Lernender ist Adam Ayed. Fabian Lavater hat an der Fachhochschule Nordwestschweiz Betriebsökonomie studiert und an der Universität Basel mit einem Master in Sustainable Development abgeschlossen. Felix Bossel hat an der Unversität Fribourg einen Master in Rechtswissenschaften erworben. Adam Ayed war mehrere Jahre für eine Werbeagentur tätig und wird nun die Ausbildung zum Kaufmann absolvieren.

 

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Werden auch Sie Mitglied bei metrobasel

 

Wenn Sie Interesse an der Tätigkeit oder den Studien von metrobasel haben, uns als Mitglied unterstützen und an unseren Anlässen teilnehmen möchten, kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail an info@metrobasel.org oder per Telefon unter 061 272 11 44.

 

Sehr gerne senden wir Ihnen weitergehende Informationen zu. Das Beteiligungsformular, unsere Statuten und Reglemente finden Sie hier.

 

Wir danken all unseren Partnern und Mitgliedern für die Unterstützung, welche die Projekte, Studien und Anlässe von metrobasel ermöglichen.

Geschäftsstelle

metrobasel, Aeschenvorstadt 4, 4010 Basel

T +41 (0) 61 272 11 44

 

Direktorin: Regula Ruetz

Administration: Andreas Hutter

E-Mail: info@metrobasel.org

 

Die metrobasel news finden Sie unter:

www.metrobasel.org